Zu Besuch auf der dmexco 2016 – Nicht alles ist digital

Wenn sich am Kölner Messebahnhof Deutz wieder Marketingmanager, Software-as-a-Service-Anbieter und Social-Media-Aktivisten gleichermaßen Schulter an Schulter um einen Platz im Shuttle Bus drängeln, dann ist wieder Zeit für die dmexco: Europas größte Fachmesse für die digitale Industrie. Wir haben uns dieses Jahr auch unter das Who-is-Who der Marketing-Branche gemischt, um herauszufinden ob sich ein Besuch lohnt.

Groß, größer, dmexco

Bereits zum achten Mal startete am Dienstag die “dmexco” in Köln. Am 14. und 15. September traf sich wieder alles, was im Bereich der digitalen Wirtschaft Rang und Namen hat. Erstmals wurde die digital marketing exposition & conference (dmexco) 2009 von der Koelnmesse unter der Trägerschaft des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. und des Online-Vermarkterkreises (OVK) ins Leben gerufen. Was damals noch als relativ überschaubare Konferenz mit ca. 14.200 Besuchern und 290 Ausstellern an zwei Tagen begann, entwickelte sich bis heute zu einem regelrechten Event für mehr als 50.000 Besucher.

Bei so einem schnellen Wachstum fällt schon am Eingang positiv auf, wie nahtlos der Einlass ohne Wartezeiten und mit automatisiertem Name-Badge-Druck funktioniert. Bei mittlerweile 1010 Ausstellern, 570 Speakern und hunderten von engen Gängen wünscht man sich jedoch die ein oder andere zusätzliche Halle und eine übersichtlichere Organisation der Messestände. Hier haben die Veranstalter den Entwicklungssprung leider etwas verpasst.

Große Namen und solche, die es gerne sein möchten

Nichtsdestotrotz hat die Leitmesse der Online-Werbung mit ihren 1000 Ausstellern inzwischen lange etablierte Veranstaltungen wie die photokina eingeholt. Branchenriesen, wie Google, Facebook, Amazon, AOL oder Spotify zeigen welch hohen Stellenwert die Messe mittlerweile einnimmt. Auch deutsche Top-Vertreter, wie Burda Media oder Ippen Digital Media, sind auf der “dmexco” vertreten. Und irgendwo zwischen den Anzug- und Krawattenträgern der Groß- und mittelständischen Unternehmen mischen sich erstaunlich viele Brancheninteressierte mit Jeans, T-Shirt und Chucks. Für junge Gründer bietet zum Beispiel das Startup-Village durch seine präsente Platzierung auf einer solch erfolgreichen Messe nicht nur Chancen zur Vernetzung sondern auch zur Etablierung.

Die Messe bietet also globalen Playern sowie jungen Start-Ups die Möglichkeit sich zu präsentieren, aber auch selbst neue Trends und Innovationen kennen zu lernen. Insbesondere die Präsenz von Facebook und Google hat es unserem Geschäftsführer Christoph Seldmeir angetan: “Diese Stände waren schon beeindruckend. Es war erstaunlich wie viel Networking-Möglichkeiten sie boten und wie sie sich im Laufe des Tages zu wahren ‘Partyständen’ entwickelten.”.

Mega Hype oder doch nur Show?

Dreht sich also alles nur um die Show? Man möchte meinen die Digitalisierung ist längst im Mainstream angekommen und der Hype sei zur Normalität geworden. Doch während manche Unternehmen erst noch über ihren digitalen Einstieg nachdenken, beschäftigen die Besucher auf der dmexco bereits neue Themenfelder, wie der Einsatz von Werbung in virtuellen Welten, Influencer Marketing oder 360°-Videos. Die Kluft zwischen Marketing-Theorie und Anwendungspraxis wird immer größer.

Und das spiegelt sich auch zum Teil in der Organisation wieder. An neuen Hypes mangelt es kaum: Die Messebetreiber boten dem florierenden Videomarkt sogar eine eigene Bühne. Marktführer, wie Facebook, YouTube und Vice Media, können hier ihre Muskeln spielen lassen und neue Angebote präsentieren. Daneben reihen sich unübersichtliche Messestände von Jungunternehmen, deren Firmenname meist mit “Ad” beginnt, aneinander. Mit repetitiven Aussteller-Claims, die kaum etwas über ihr Geschäftsmodell aussagen, versuchen sie neue Klienten anzulocken.  

Kontakte knüpft man immer noch offline

Dabei sind es doch genau die neuen Kontakte und potentiellen Kunden, die die dmexco so besuchenswert machen. Das diesjährige Motto “Digital is everything – not every thing is digital” beweist, dass die Digitalisierung immer weiter fortschreitet, persönliche Kontakte aber nie komplett durch Digitales ersetzt werden können. Wie gewitzt von den Veranstaltern, zeigt der Leitspruch doch nicht nur die Relevanz des digitalen Marketings auf, sondern auch die Notwendigkeit der persönlichen Kontaktpflege.

Diese Prämisse haben auch wir uns zu Herzen genommen und die zwei Tage in Köln Deutz dazu genutzt terminierte Gespräche zur Vertiefung bestehender Partnerschaften (Salesforce, Google etc.) zu führen. Gleichzeitig sprachen wir mit möglichen zukünftigen Partnern für uns aber auch für unsere Kunden. Schwerpunkt lag vor allem auf den Bereichen Lead Generierung, E-Mail Marketing, Online Marketing und Targeting.

Unser Ziel war es zum Einen einen möglichst hohen Informationsgewinn für unser eigenes Online-Marketing (insb. Marketing Automation) aus dem Messebesuch herauszuholen. Zum Anderen suchten wir aber auch nach Inspirationen für mögliche Partner unserer Kunden, um diese dabei zu unterstützen deren Veranstaltungen zu bewerben.

Fazit

Nach zahlreichen Detailgesprächen mit bestehenden Partnerschaften und neu entdeckten Unternehmen, verließen wir am Donnerstagnachmittag hoch zufrieden das Messegelände. Im Gepäck befinden sich zahlreiche neue Ideen und Anregungen für die Online Marketing Aktivitäten für doo sowie ein Bündel Visitenkarten von möglichen Partnern zur Unterstützung unserer Kunden. Sie können also gespannt sein, welche Aktivitäten wir in Zukunft für Sie bereit halten. Der Besuch auf der dmexco 2016 hat sich auf jeden Fall gelohnt.

doo Knowhow abonnieren

Verpassen Sie keine Expertenbeiträge mehr und erhalten Sie immer die aktuellsten Neuigkeiten aus der Eventbranche direkt per Mail.