Die besten Strategien für einen erfolgreichen Event Blog

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Bloggen erfuhr in den letzten Jahren eine wahre Revolution. Content Management Systeme wie WordPress machen es dem Internet-User so einfach wie nie sich einen eigenen Blog zusammen zu klicken. Aber vor allem im B2B-Sektor boomte das Web-Format enorm. Etablierte Unternehmen sowie junge Startups versuchen mit ihren Inhalten die Leser zu begeistern. Warum also als Eventplaner nicht auch einen Blog für seine Teilnehmer erstellen? Wir verraten Ihnen warum ein Event-Blog besser als jede PR-Maßnahme funktioniert, welche Inhalte sich für das Bloggen eignen und wie Sie diese optimal aufbereiten!

Der Blog als Dinosaurier unter den Sozialen Medien

Als das Internet als solches in den 60er-Jahren entstanden ist, war man noch weit von Blogs entfernt, denn schließlich entwickelte Tim Bernes-Lee erst Ende der Achtziger das World Wide Web, wie wir es in der heutigen Form kennen. 1990 stellte Bernes-Lee dann die erste Webseite in der Geschichte des Internets online, welche nach heutiger Definition schon damals ein Blog war. Demnach baut das Grundprinzip des Bloggens auf dem in umgekehrter Reihenfolge Erscheinen der aktuellsten Links auf. Das bedeutet, dass die neusten Blog-Posts immer ganz oben in der Chronik angezeigt werden.

Erstmals taucht im Jahre 1997 der Begriff „Das Weblog“, welcher sich aus den Wörtern Web für „Netz“ und Log für „Tagebuch“ zusammensetzte, durch den US-Amerikaner Jorn Barger auf. Im Laufe der Zeit wurde daraus die Kurzform „Blog“. Seinen Durchbruch und einen regelrechten Boom erhielten Blogs um die Jahrtausendwende als im Jahre 2000 die Einführung des RSS-Feeds das Abonnieren von Webseiten ermöglichte und historische Ereignisse wie die Terroranschläge am 11. September 2001 das Bloggen befeuerten.

Heutzutage sind Weblogs ein essentieller Bestandteil unserer Online-Kultur. Im letzten Jahrzehnt stieg die Anzahl der Blogs weltweit von ca. 36 Millionen im Jahre 2006 auf über 260 Millionen im Jahr 2014. Anwendungsmöglichkeiten für private wie auch geschäftliche Blogs reichen dabei von Tagebüchern bis hin zu Wissens- und Aktivitäten-Blogs in Bereichen wie Musik, Film, Mode, Reisen und auch Events.

5 Gründe, warum Sie als Event Planner bloggen sollten

1. Die größte Chance liegt eindeutig in der Verbesserung der Kundenbeziehung. Leser können aus dem Blog Informationen aus erster Hand ziehen und Veranstalter erhalten im Gegenzug direktes Feedback. Diese Wechselwirkung kann langfristig zu einer positiven Beziehung mit den Teilnehmern sowie zu stärkeren Vertrauen auf beiden Seiten führen.

2. Blogs eignen sich hervorragend Fotografien zu veröffentlichen, die Ihr Event von der Schokoladenseite zeigen. Die aktuelle Popularität von auf Fotos basierenden Sozialen Netzwerken wie Pinterest, Instragam oder Snapchat zeigt, dass Bilder und visuelle Inhalte gewöhnlichen Content über vorgezogen werden. Zusätzlich werden Beiträge, die Bilder beinhalten, in den Netzwerken häufiger geteilt. 

3. Suchmaschinen lieben Blogs! Indem Sie einen Blog auf Ihrer Veranstaltungswebseite integrieren, erhöhen Sie die Chance bei Google auf Seite 1 zu landen. Bloggen ist übrigens auch eine simple Variante um Trackbacks zu erstellen: In jedem Artikel lassen sich einfach und schnell Links zu anderen Webseiten oder Blogs einbinden. Wie Sie Ihren Event Blog perfekt für Suchmaschinen zu optimieren (SEO) verraten wir Ihnen in unserem SEO Guide für Eventplaner.

4. Der Hauptgrund für einen Blog ist in den meisten Fällen die Verbesserung der Online-Reputation. Durch den Einblick hinter die Kulissen schaffen Sie beim Internetuser Vertrauen und sorgen gleichzeitig für Transparenz über die internen Prozesse. Nicht selten gewinnen Blogger außerdem neue Kunden, indem sie in anderen Medien als Experte auftreten. Dabei ist ein Blog wohl der beste und sanfteste Einstieg in die dialogische Kommunikation. 

5. Eventmanager können auch live von Ihrem Event bloggen, um die Reaktionen Ihres Publikums und der Speaker festzuhalten. Generell ist ein Blog eine perfekte Plattform um ehrliches Feedback einzuholen, welches Sie für die Planung der nächsten Veranstaltung nutzen können. “Live Blogging” vom Event benötigt ein bisschen mehr Vorbereitung als normale Beiträge. Klären Sie vorab, ob die Location auch alle nötigen Anforderungen besitzt – allen voran natürlich ein schneller Internetzugang.

So viele gute Gründe es auch geben mag einen Event Blog zu starten, letztlich sind nicht alle für jeden Veranstalter gleichermaßen zutreffend. Bevor man also einen Blog startet, sollte man sich gründlich über die eigenen Kommunikationsziele im Klaren sein.

Mit diesen 7 Artikeln wird Ihr Blog zum Erfolg

Indem Sie das passende Format für Ihren Beitrag wählen, schaffen Sie Struktur sowie ein Bewusstsein für die redaktionellen Inhalte. Auf die folgenden sieben Formate sollten Sie deshalb auf keinen Fall verzichten.

1. Der Kick-off-Artikel

Nutzen Sie ganz am Anfang den Blog als Plattform, um Ihre Veranstaltung anzukündigen – gerne auch zunächst als Teaser. Hier ist es auch vollkommen in Ordnung den Text als Pressemitteilung auf der eigenen Homepage zu veröffentlichen. Dadurch erreichen Sie auf einfachem Wege alle Subscriber und Stakeholder, die bereits Interesse an Ihrer Organisation haben. Außerdem können Sie diesen Beiträge über sämtliche Social-Media-Kanäle teilen und streuen.

2. Der Trivia-Artikel

Im zweiten Schritt, geht es darum über den Blog weiteres Interesse an der Veranstaltung zu generieren. Verfassen Sie relevante und nützliche Beiträge rund um Ihre Branche mit einem Hinweis auf Ihr Event am Ende des Artikels. Mit dieser Strategie locken Sie Besucher auf Ihren Blog, die eigentlich nur eine Lösung auf eine bestimmte Fragen suchen, aber am Ende zu potentiellen Kunden werden.

Stellen Sie sich zum Beispiel vor Sie organisieren ein Gourmet-Festival. Was liegt da näher als über die neusten Food Trends zu berichten? Was sind die angesagtesten Drinks des Jahres? Was sind No-Gos der Gastronomiebranche? Gehen Sie sogar noch einen Schritt weiter und greifen Sie regionale und temporäre Themen auf: Bloggen Sie über das perfekte Dinner an Weihnachten, Gourmet-Varianten von bayerischen Gerichten während des Oktoberfests oder den edelsten Fleischsorten für das sommerliche Barbecue.

Überlegen Sie, was Ihre Gäste auf Ihrem Blog lesen wollen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

3. Der How-to-Artikel

Mit diesem Format können Sie Ihren Lesern eine Do-It-Yourself-Version von dem anbieten, was Sie später auf der Veranstaltung präsentieren werden – oder nur einen Ausschnitt davon.

Sie brauchen auch keine Angst haben, dass Ihre Gäste dann vielleicht keinen Grund mehr hätten, Ihr Event zu besuchen. Im Prinzip ist es ähnlich wie bei Konzerten: Wieso kauft ein Besucher ein Konzertticket, wenn er doch einfach die CD anhören kann? Für das Erlebnis!

Auf der Veranstaltung sind die Menschen in direkten Kontakt zu Ihnen, weit weg von allem, was sie sonst beschäftigt. Bedeutet: Sie können abschalten und sich voll und ganz auf das Schwerpunktthema konzentrieren.

Indem Sie sich in einem Blog-Artikel auf ein bestimmtes Thema fokussieren und dafür eine Lösung anbieten, steigern Sie die Erwartungshaltung Ihrer Gäste. Zeigen Sie ihnen, dass die Fragestellung noch lange nicht gesättigt ist und nur Sie die passenden Antworten bieten können.

4. Der persönliche Artikel

Lüften Sie Geheimnisse hinter Ihrem Event und teilen Sie sie mit Ihren Gästen. Warum organisieren Sie so voller Leidenschaft dieses Event? Was sind Ihre Ziele? Welche Hürden mussten Sie während der Planung meistern und was haben Sie daraus gelernt?

Um eine persönliche Note zu erschaffen, braucht es zwangsläufig keine großen Worte, sondern reicht es manchmal aus einfach den den Leser auf einer persönlichen Ebene anzusprechen. Zeigen Sie Ihren Gästen, dass auch Sie nur ein Mensch sind.

5. Der mediale Artikel

Durchstöbern Sie Ihre vertrauten Online-Quellen nach nützlichen Material, das Ihre Gäste auf die Veranstaltung vorbereitet, so wie z.B. unterhaltsame und lehrreiche Videos aus Ihrer Branche. Hat man das Ziel viral bekannt zu werden und seinen Traffic zu erhöhen so sollte man verstärkt auf visuelle Medien setzen. Sehr gut dafür geeignet sind vor allem Infografiken, YouTube-Videos, SlideShare-Presäntationen oder Audio-Podcasts.

Diese Artikel helfen Ihnen dabei ohne großen Aufwand teilbaren Content zu erstellen, wenn es mal wieder schnell gehen muss. Achten Sie auf eine emotionale sowie moderne Bildsprache. Die Atmosphäre muss lebendig, dynamische und spontan eingefangen werden. Ausdrucksstarke Gesichter, verschiedene Blickwinkel und lebendige Perspektiven unterstützen das Motiv.

6. Der Spotlight-Artikel

Inhalte sind im Social-Media-Marketing nicht mehr der König. Die Person dahinter hat den Content längst an Wichtigkeit überholt. Authentizität ist der Dreh und Angelpunkt aller erfolgreichen Blog-Beiträge. Will man Menschen auf seinem Kanal porträtieren, so sind authentische Persönlichkeiten der Schlüssel zum Erfolg.

Rücken Sie den Veranstalter selber, wichtige Speaker oder sogar die Gäste ins Rampenlicht. Für wen ist es das erste Event und worauf freuen sie sich am meisten? Welche Erfahrungen und bringen sie mit sich und welche hoffen sie mit nach Hause zu nehmen?

Interviews sind zum Beispiel ein ideales Mittel, um den Blog um werthaltige und besuchersteigernde Beiträge zu erweitern. Die große Popularität rührt daher, dass gut gemachte Textinterviews in keiner Weise als eine Art der Werbung betrachtet werden. Vielmehr trägt es zur Authentizität bei und zeigt durch seine auflockernde Form neue Aspekte und Inhalte für den Leser auf.

7. Der Influencer-Artikel

Relevanten Content zu finden ist nicht immer leicht. Warum sollten Sie also nicht einfach auf Experten zurückgreifen, die sich besser auf einem Themengebiet auskennen als Sie? Die Herausforderung liegt natürlich darin, gute Gastbeiträge einzuholen und zu koordinieren, jedoch lässt sich so die Qualität des Blogs enorm steigern. Gute Influencer sind heutzutage branchenweite Blogger und Netzpromis. Die „geliehene“ Kompetenz und Prominenz von Gastautoren bringt nicht nur frische Inhalte, sondern durch Social Shares häufig auch deren Leserschaft mit.

Kontaktieren sie Blogger in Ihrer Nische und berichten Sie ihnen von Ihrem Event. Blogger lieben den persönlichen Kontakt, weshalb Pressemitteilungen an dieser Stelle ein No-Go sind. Laden Sie die Blogger zur Veranstaltung ein und locken Sie sie mit Privilegien. Bauen Sie eine enge Beziehung zu den Experten auf. Folgen Sie ihren Kanälen und bleiben Sie auch nach dem Event mit ihnen in Kontakt.

Gastbeiträge sparen Ihnen kostbare Arbeitszeit und Geld, da die Branchenexperten das Bloggen für Sie übernehmen. Achten Sie jedoch darauf Content nicht einfach nur zu duplizieren, sondern ihn auf Ihre Besucher zielgerichtet zuzuschneiden.

Fazit

Blogs sind ein fantastischer Weg um alle Interessenten und Teilnehmer an Ihrem Event mit den neuesten Infos zu versorgen. Darüber hinaus können Eventmanager auch einen nachhaltigen Status aufbauen. Positionieren Sie sich als Experte in Ihrer Branche und schaffen Sie eine Mentalität, in der jeder nach Ihrer Expertise frägt lange nachdem sich die Türen Ihrer Veranstaltung schon geschlossen haben.

Der große Luxus eines eigenen Blogs ist der, dass Sie sich von Fremdanbietern und sonstigen Dritten unabhängig machen und damit sozusagen das Hausrecht auf Ihrer Seite haben. Wer es schafft diese Königsdisziplin zu meistern, der kreiert ein authentisches und unabhängiges PR-Instrument für das breite Publikum.